Kürbis-Risotto

31. Oktober. – Es ist Halloween!

Zugegeben, ich kann mit diesem ursprünglich aus Irland, dann über die USA zu uns geschwappten Brauch eher weniger anfangen.

Wahrscheinlich liegt das an einem sehr traumatischen Kindheitserlebnis:

Es war Halloween 1992. Ich war gerade einmal vier Jahre alt.

Auch wenn Mama und Papa 1.000 Mal gesagt haben, dass es keine Gespenster gibt, darf man in diesem Alter noch an Gespenster glauben.

„Halloween“ war in dem kleinen Ort, in dem ich aufgewachsen bin, damals etwas ganz Neues und nahezu Unbekanntes.

Jedenfalls sollten am Abend des 31. Oktober 1992 Oma und Opa zu uns zum Abendessen kommen. Mama hatte gekocht. Meine Schwester war damals erst wenige Tage alt.

Alles war aufregend. Das neue Geschwisterchen, die Vorfreude auf die Großeltern, der schön gedeckte Tisch. Einfach alles.

Als es endlich klingelte und ich freudestrahlend die Großeltern begrüßen wollte, standen nicht Oma und Opa vor der Türe sondern: eine Gruppe von Gespenstern!

Ich muss kreidebleich geworden sein und nur noch geheult haben.
Meine Eltern und die Gespenster fanden es sehr lustig…

Auch wenn ich Halloween bis heute nicht sonderlich mag gibt es – passenderweise –  Kürbis. Wenn schon nicht als Fratze mit Kerze drinnen, zumindest als Risotto!

Zutaten für das Kürbis-Risotto

(2 Personen)

  • ca. 800 g Kürbis (Hokkaido)
  • 150 g Risotto-Reis
  • 1 kleine Zwiebel
  • Olivenöl zum Anbraten
  • 300 ml Gemüse Bouillon, Bouillon darf recht großzügig dosiert werden
  • 300 ml Weißwein (trocken)
  • 100 g Parmesan
  • etwas Zucker (mildert den säuerlichen Geschmack des Weines ein wenig)
  • Chili aus der Mühle
  • Pfeffer

Zubereitung:

  1. Den Kürbis waschen, in der Mitte halbieren und mit Hilfe eines Esslöffels die Kerne im Inneren entfernen. Geschält werden muss der Hokkaido Kürbis nicht. Anschließend den Kürbis in kleine Würfel schneiden.
  2. Normalerweise wird zerst der Risotto-Reis in der Pfanne oder im Topf angegaren, solange bis er glasig ist. Wenn der Kürbis allerdings recht hart ist (leider merkt man das erst beim Halbieren) kommt als erstes der Kürbis in den Topf.
  3. Nach kurzer Zeit den Reis, bzw. Kürbis sowie die Zwiebeln mit dazu geben. Ist alles ein wenig angegangen, kommt ein Teil der Gemüse Bouillon dazu. Sobald der Reis die Flüssigkeit aufgesogen hat, wird wieder ein Teil der Flüssigkeit hinzugegeben, solange bis die Bouillon und der Wein aufgebraucht sind. Das dauert ca. 25 Minuten.
  4. Wenn der Risotto-Reis die gewünschte Biss-Feste erreicht ha, ist das Risotto fertig. Der Reis darf ruhig eine noch leicht körnige Konsistenz haben. Ist er noch zu fest nochmals etwas Flüssigkeit hinzufügen.
  5. Mit den Gewürzen (Chili, Pfeffer und Zucker) abschmecken und mit Parmesan servieren.

Annalena Bauerhttps://www.ausflugsbox.de
"In Bayern daheim - in der Welt zu Hause". Auch wenn Annalena beruflich viel und gerne weltweit unterwegs ist, gefällt es ihr "dahoam" schließlich doch am Besten. Mit "dahoam" ist allerdings nicht das heimische Wohnzimmer, sondern vielmehr Bayern und der Alpenraum gemeint. Ob zu Fuß oder mit dem Rad - Hauptsache in der Natur!

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