Start Camping Ratgeber Kaffe-Kochen im Wohnmobil

Kaffe-Kochen im Wohnmobil

0
Kaffe-Kochen im Wohnmobil

Kaffee-Kochen im Wohnmobil

Kaffee-Zubereitung unterwegs: Einfache Tipps für den perfekten Kaffee

Für die Meisten geht ohne eine heiße Tasse Kaffee am Morgen gar nichts. Ob zu Hause oder unterwegs, auch wir starten den Tag gerne mit einem frischen Kaffee.

Außerdem finde ich es jedes mal aufs neue richtig heimelich, wenn sich der Duft von frischem Kaffee im ganzen Wohnmobil ausbreitet…

Daheim haben wir einen einfachen Espresso-Kocher aus Edelstahl. Als wir uns damals die Grundausstattung für unser Wohnmobil zugelegt haben, musste so manches erst einen Praxis-Test überstehen.

Mit der besten Kaffee-Zubereitung im Wohnmobil haben wir etwas experimentiert. Zugegeben: Angefangen haben wir mit Instand-Pulver. Schnell ging es dann über den klassischen Handfilter, über eine Press-Stempel-Kanne bis hin zum Espresso-Kocher. Übrigens den selben, den wir auch zu Hause haben, nur eine Nummer kleiner.

Von Kaffee-Vollautomaten oder gar den umweltschädlichen Kapsel-Maschinen bin ich sowieso kein Fan. Daher vermisse ich sie auch unterwegs nicht.

Im Wohnmobil haben wir getestet:

  • Instand Pulver
  • Handfilterkaffee
  • French Press
  • Espresso-Kocher aus Edelstahl

Hier sind unsere Ergebnisse und ein paar Tipps für leckeren „On-the-Road-Kaffee“:

Instand-Pulver

Die einfachste Variante, im Wohnmobil Kaffee zu kochen, ist natürlich Instand-Pulver:
Granulat in die Tasse geben, Wasser erhitzen, umrühren, fertig. Geschmacklich waren wir sogar einigermaßen positiv überrascht. Trotzdem ist das Instand-Pulver für überzeugte Kaffee-Trinker wie uns keine Dauerlösung.

Vorteil

Der große Vorteil bei Instand-Kaffee ist, dass man nur die Tasse und den Löffel spülen und keine weiteren Gerätschaften reinigen muss.

Nachteil

Obwohl wir vom Geschmack positiv überrascht waren, war uns der Kaffee ein wenig zu dünn.

Fazit

Vergleichbar mit Amerikanischem Filterkaffee: Als Notlösung okay, richtig guter Kaffee schmeckt aber anders.

 

Kaffee-Kochen mit einem Handfilter – oder:
„Pour Over“-Kaffee

Filterkaffee Wohnmobil

Bei Handfiltern muss ich immer an meine Großeltern denken: Soweit ich mich erinnern kann, hatten sie nie eine Kaffee-Maschine, nur einen weißen Handfilter aus Porzellan.

Was ihnen Jahrzehnte lang taugte, kann so schlecht ja nicht sein.

Handfilter gibt es inzwischen aus allen möglichen Materialien: Porzellan, Edelstahl, Glas oder Plastik. Und sogar in sehr schickem Design. Nachdem wir den Filter extra für´s Wohnmobil gekauft haben, fiel unsere Wahl auf die Plastik-Version: sie ist leicht, bruchsicher und mit nur 3,49 € wesentlich günstiger als die Konkurrenz.
Außerdem wollten wir das ganze erst einmal testen.

Das Prinzip:

Der Handfilter dient als Träger, in den ein Kaffeefilter aus Papier eingesetzt wird. Das Filterpapier gibt es in unterschiedlichen Größen zu kaufen und richtet sich nach der Größe des Handfilters.

In das Filterpapier kommt das Kaffee-Pulver, das anschließend mit heißem Wasser übergossen wird.

Zubereitung und ein paar Kniffe vom Profi

  • den Papierfilter zunächst an den perforierten Seiten 1x falten
  • bevor das Kaffeepulver hineinkommt, den Filter einmal mit heißem Wasser durchspülen
  • wenn ihr den Kaffee frisch mahlt: mittleren Mahlgrad wählen
  • für 250 ml Wasser braucht ihr lediglich 15 Gramm Kaffee-Pulver
  • anschließend das Wasser langsam in kleinen Portionen aufgießen
  • ideale Wassertemperatur: 95 Grad

Vorteil

  • geriniger Aufwand
  • sehr kompakt, nimmt nicht viel Platz in Anspruch
  • einfache Entsorgung des Kaffeesatztes

Nachteil

  • Kaffee kann einen Beigeschmack vom Filterpapier bekommen
  • laufende Kosten: Papierfilter-Tüten müssen nachgekauft werden

Fazit

Tolle Methode für einen richtig guten Kaffee ohne großen Aufwand: der Kaffeesatz kann samt Papierfilter im Biomüll entsorgt werden. Der Handfilter muss nur mit klarem Wasser ausgespült werden.

 

French Press bzw. „Press-Stempelkanne“

French Press Wohnmobil

Das Prinzip:

Die French Press wird auch Press-Stempelkanne genannt. Sie besteht aus einer zylinderförmigen Kanne und einem Kolbenstempel. In dem Stempel befindet sich ein Metall-Sieb, mit dem man den Kaffee-Satz nach dem Aufbrühen nach unten drückt.

Zubereitung und ein paar Kniffe vom Profi

  • die Kanne vorwärmen: einfach mit heißem Wasser ausspülen
  • wenn ihr den Kaffee frisch mahlt: mittleren bis groben Mahlgrad wählen
  • für eine Kanne mit 1 Liter Wasser braucht ihr 65 Gramm Kaffee-Pulver
  • zunächst nur eine Teilmenge des Wassers aufgießen
  • nach einer halben Minuten des restliche Wasser hinzugeben
  • nach dem Aufbrühen kurz umrühren
  • die Ziehzeit beträgt drei Minuten und die ideale Wassertemperatur 95 Grad
  • Kaffee sofort genießen oder in eine andere Kanne umfüllen, sonst zieht der Sud nach

Vorteil

  • kein Filterpapier oder ähnliches notwendig
  • günstig in der Anschaffung

Nachteil

  • Kaffee sollte sofort getrunken oder zumindest umgefüllt werden
  • unterwegs ist Wasser ein knappes gut,
    die Kanne und der Filter müssen allerdings zwei bis drei Mal nachgespült werden
  • im Wohnmobil sollte man aufpassen, dass der Kaffeesatz nach Möglichkeit nicht in den Grauwassertank gelangt

Fazit

Der Kaffee schmeckt anders als Handfilterkaffee. Irgendwie einen Tick intensiver. Uns persönlich hat der Franch-Coffee beiden (noch) besser geschmeckt, als der Handfilter-Kaffee.

 

Espressokocher, Herdkanne oder „Mokka-Maker“

Mokka Maschine Wohnmobil

Das Prinzip

Im wesentlichen besteht die Kanne aus drei Teilen:
1. einem Unterteil, dem Wasserkessel, in dem das Wasser erhitzt wird
2. einem Einsatz, in den das Kaffee-Pulver kommt
3. einem Oberteil, der Kanne in dem der fertige Kaffee aufgefangen wird

Hinzukommen ein Sieb und ein Dichtungsring.

Zubereitung und ein paar Kniffe vom Profi

  • den Wasserkessel bis knapp unter das Ventil befüllen
  • dazu am besten warmes Wasser verwenden
  • den Einsatz mit Kaffeepulver befüllen
  • Menge: das Pulver sollte locker sein, also nicht angedrückt werden, dennoch den ganzen Einsatz befüllen
  • Kannenober- und Unterteil zusammensetzten, darauf achten, dass das Sieb und der Gummiring vorhanden sind
  • den Kaffee auf mittlerer Hitze zum Kochen bringen
    Der Kaffee kann sonst schnell einen unschönen Beigeschmack bekommen
  • sobald Kaffee aus dem Röhrchen austritt, Temperatur zurück drehen

Vorteil

  • einfache Zubereitung
  • Wasser muss nicht separat erhitzt werden
  • einfacher zu reinigen als die French-Press

Nachteil

  • man braucht relativ viel Kaffeepulver
  • ein Teil des Wassers bleibt immer im Wasserkessel zurück
  • laufende Kosten: die Dichtungsringe müssen ab und zu erneuert werden

 

Wie wir unseren Kaffee am liebsten genießen

Grundsätzlich bleiben wir beim Espresso-Kocher. Wir mögen den intensiven Geschmack, außerdem ist er gerade unterwegs einfach in der Zubereitung und die Kanne lässt sich auch mit wenig Wasser leicht reinigen.

Zu Hause gibt es bei uns immer mal wieder einen French-Coffee.

Die Handfilter-Methode ist ab und zu ganz angenehm für einen Nachmittags-Kafffee, der Filter und die Tüten sind jedenfalls im Wohnmobil geblieben.

Durchgefallen ist die Instand-Pulver Methode.

Am Meisten erstaunt hat mich, wie wenig Kaffee-Pulver man für einen guten Kaffee tatsächlich braucht.
Viel entscheidender sind die Qualität und frische der Bohnen – und: der richtige Mahlgrad.

Tipps von euch

Vielleicht habt ihr ja noch ein paar Tipps für uns, die ihr gerne teilen würdet.

Wie kocht ihr euren Kaffee unterwegs?

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here