Wohnmobil-Reise durch Süd-Schweden: Tiveden Nationalpark

Seit fast zwei Wochen sind wir mit dem Wohnmobil in Süd-Schweden unterwegs. Nachdem wir über verschiedene Stationen Stockholm angefahren haben, geht es für uns so langsam wieder zurück in den Süden.

Eigentlich waren wir unterwegs zum Store Mosse Nationalpark und wollten in Tiveden nur einen Zwischenstopp einlegen. Allerdings hat und dieser kleine Nationalpark so gut gefallen, dass wir anstelle von zwei ganze fünf Nächte geblieben sind.

Campingplatz Tiveden Nationalpark

Über den Tiveden Nationalpark

Der Nationalpark Tiveden liegt zwischen den beiden großen Seen Schwedens, dem Vänern See im Westen und dem östlich gelegenen Vättern See. Von Stockholm aus, wo wir die letzten beiden Tage verbracht haben, sind es etwa 280 Kilometer und knappe vier Stunden zu fahren. Stockholm ist wirklich eine schöne Stadt, aber wir freuen uns jetzt beide wieder auf etwas ländliche Ruhe.

Übersetzt heißt Tiveden im Übrigen so viel wie „Der Wald des (Gottes) Tyr“.

Mit knapp 14 Quadratkilometern gehört der Nationalpark Tiveden zu den den eher kleineren Nationalparks in Schweden.

Die Landschaft des Tiveden Nationalpark

In Tiveden kann man noch einen richtigen Urwald mit vielen sehr alten Bäumen erleben. Manche von ihnen sind mehrere Hundert Jahre alt. Zwischen den steilen und zerklüfteten Hügeln liegen – typisch für Schweden – mehrere kleine Seen. Zu etwas Besonderem machen den Nationalpark Tiveden die Großen Felsbrocken aus Granit und Felder mit großen Geröll-Brocken. Sie sind Überbleibsel aus der letzten Eiszeit.

Der weiche Boden ist überzogen von dichtem Moos, Farnen und leckeren Blaubeeren. Stellenweise sind Holzwege über das Moor gebaut.

Besiedelung und Bewirtschaftung des Nationalparks

Lange Zeit war das Gebiet unbesiedelt. Zwischen dem 15. und dem 17. Jahrhundert wanderten Finnische Siedler in die Region ein.

In den folgenden Jahrhunderten wurde der Wald zum wichtigen Wirtschaftsfaktor: er lieferte Holz zur Gewinnung von Kohle, die zur Produktion von Eisen benötigt wurde.

Das letzte Stahlwerk wurde bereits vor fast 100 Jahren geschlossen. Heute ist der Tourismus ein wichtiger Wirtschaftszweig. Den „Nationalpark Tiveden“ gibt es seit 1983.

Parken und Übernachten mit dem Wohnmobil

Außer auf den beiden ausgeschriebenen Parkplätzen ist das Parken im gesamten Nationalpark verboten. Das gilt für Wohnmobile und PKW gleichermaßen.

Auch das Übernachten (sowohl mit Wohnmobil als auch im Zelt) ist innerhalb des Nationalparks nicht erlaubt.

Campingplätze in der Nähe des Nationalpark Tiveden

Südlich des Parks gibt es den Campingplatz „Stenkällegårdens Camping“. Wir waren selbst für fünf Nächte auf dem Platz und fanden es dort wunderschön.
Vom Campingplatz ist der Park in einer knappe Stunde zu Fuß erreichbar, mit dem Rad sind es zwanzig Minuten.

Nördlich und aber etwas weiter vom Nationalpark entfernt liegt der Campingplatz „Camping Tiveden“, der von zwei Holländern geführt wird.

Wandern im Tiveden Nationalpark

Wanderwege im Tiveden Nationalpark

Durch den Nationalpark zu wandern ist ein wunderschönes Erlebnis. Es gibt verschiedene Rundwege durch den Park, die alle sehr gut beschildert sind.

Der kürzeste Rundweg ist gerade einmal 1,5 Kilometer lang, die längste Tour eine Runde mit etwa 15 Kilometern.

Zudem kreuzt der 280 Kilometer lange Fernwanderweg Bergslagsleden den Nationalpark.

Wer möchte, kann an einer geführten Wanderung durch den Park teilnehmen.

Und nächste Woche?

Am nächsten Donnerstag kommt mit der Halbinsel Falsterbo ein überraschendes Schweden, wie es viele wohl noch gar nicht kennen. Für uns war es die letzte Station unserer Reise, die uns aber noch einmal so richtig beeindruckt hat.

Also lasst euch überraschen!

Annalena Bauer
Annalena Bauerhttps://www.ausflugsbox.de
"In Bayern daheim - in der Welt zu Hause". Auch wenn Annalena beruflich viel und gerne weltweit unterwegs ist, gefällt es ihr "dahoam" schließlich doch am Besten. Mit "dahoam" ist allerdings nicht das heimische Wohnzimmer, sondern vielmehr Bayern und der Alpenraum gemeint. Ob zu Fuß oder mit dem Rad - Hauptsache in der Natur!

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