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Wohnmobil-Reise durch Süd-Schweden: Karlskrona

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Wohnmobil-Reise durch Süd-Schweden: Karlskrona

Karlskrona ist bereits der zweite Halt auf unserer Wohnmobil Rundreise durch Schweden. In Ystad, unserem ersten Stop hatten wir uns nicht lange aufgehalten und nur am Abend einen kurzen Abstecher ins Stadtzentrum unternommen.

Für Karlskrona, einer Küstenstadt mit etwas über 35.000 Einwohnern, hatten wir hingegen zwei Übernachtungen eingeplant.

Von Ystad nach Karlskrona sind es etwa 185 Kilometer, mit dem Wohnmobil haben wir für die Fahrt knappe drei Stunden gebraucht.

Mit dem Wohnmobil durch Süd-Schweden: Übernachten in Karlskrona

Vor Karlskrona liegt eine wunderschöne Schären-Landschaft. Wir wollten sowohl die Stadt als auch die Schären besichtigen. Manchmal ist die Campingplatz-Suche für uns nicht ganz einfach: Wir legen wert darauf, dass der Platz einigermaßen ruhig und trotzdem zentral gelegen ist und die Rezessionen zumindest in Punkto Sauberkeit gewisse Mindestansprüche erfüllen.

Mit dem Campingplatz „Dragsö Camping“ haben wir in Karlskrona den für uns perfekten Platz gefunden – uns sogar noch eine Parzelle direkt am Wasser bekommen.

Der vier Sterne Campingplatz liegt auf der Insel Dragsö. Das Stadtzentrum von Karlskrona liegt etwa 2,5 Kilometer entfernt uns ist auf einem schönen Spaziergang gut zu Fuß erreichbar.

Camping Dragsö
Guter Ausgangspunkt für eine Stadtbesichtigung: der Campingplatz Dragsö auf der gleichnamigen Insel

Adresse Dragsö Camping:

Dragsö Camping
Dragsövägen
37137 Karlskrona

Preis pro Übernachtung: 290 SEK
(Wohnmobil inkl. 2 Erwachsene und Strom, zzgl. Duschmünzen)

Stadtbesichtigung Karlskrona

Karlskrona bei Nacht
Karlskrona bei Nacht kurz vor Midsommer – so richtig dunkel wird es nicht

Nachdem wir in Ystad schon sehr bald losfahren konnten, waren wir schon gegen Mittag in Karlskrona. Der Check-In auf dem Campingplatz lief reibungslos.

Für den Nachmittag hatten wir einen Spaziergang nach Karlskrona geplant.

Vom Campingplatz aus führt ein beschilderter Weg durch ein Wäldchen und vorbei an der malerischen Halbinsel Brändaholm. Auf Brändaholm stehen 45 im typischen schweden-rot gestrichene Häuschen, mit weißen Fenstern und Dachgiebeln. Es gibt kaum ein Seegrundstück ohne eigenen Bootsanlegesteg. Die Halbinsel kleine Halbinsel ist so schön, dass sie zu den beliebtesten Postkarten-Motiven in Schweden gehört.

Auf dem Weg nach Karlskrona kommen wir an der kleinen Insel Stakholmen vorbei, die über einen Steg mit dem Festland verbunden ist. Auf Stakholmen treffen sich Einheimische zum Picknick oder auf ein Feierabend-Bier, Touristen genießen den Blick auf die Stadt.

Wissenswertes über die Stadt und Blekinge

Schweden teilt sich in 21 Provinzen, vergleichbar mit den Bundesländern in Deutschland oder Österreich. Karlskrona ist die Hauptstadt der Region Blekinge, der kleinsten Region Schwedens.

Ursprünglich wurde Karlskrona zu Zeiten des 30-jährigen Krieges von König Karl XI. als Marinestützpunkt angelegt. Bereits 1680, nur ein Jahr nach der Gründung, erhielt der Militärstützpunkt das Stadtrecht.
Den Marinestützpunkt und die Marineakedemie, die vor fast 350 Jahren gegründet wurden, gibt es bis heute. Die Gebäude können von außen besichtigt werden, allerdings gibt es ein für weite Bereiche geltendes Fotografie-Verbot.

1790 gab es in Karlskrona einen verheerenden Großbrand, bei dem ein Großteil der zerstört wurde. Trotzdem ist Karlskrona – im Übrigen die einzige Barockstadt in Schweden – im Kern noch so erhalten, wie sie um 1680 errichtet wurde.
Die Hafenstadt an der Ostsee ist seit 1998 Weltkulturerbe.

Die Sehenswürdigkeiten von Karlskrona liegen – zumindest für eine Stadt mit gerademal 35.000 Einwohnern – relativ weit auseinander. Das liegt daran, dass die Stadt nicht nur auf dem Festland sondern bereits bei der Planung auch auf den Schären angelegt wurde und sich auf 33 Inseln verteilt.

Sehenswürdigkeiten in Karlskrona

Stortorget Karlskrona
Blick über den Stortorget

Stortorget

Im Zentrum der Altstadt liegt der „Stortorget“ – der zentrale Platz von Karlskrona. Mitten auf dem großzügig angelegten Platz steht ein Denkmal des Stadtgründers, Karl XI. Außerdem findet man mit der barocken Fredrikskyrkan, der Frederikskirche und der Dreifaltigkeitskirche auf dem Stortorget gleich zwei sakrale Bauten. Gegenüber der Frederikskirche steht das Rathaus. Im Gegensatz zu den beiden Kirchen wurde es beim Großbrand Ende des 18. Jahrhundterts fast völlig zerstört und musste neu errichtet werden.

Rund um den Stortorget gibt es eine Fußgängerzone mit netten Cafés, Restaurants und Geschäften.

Auch wenn man sie nur von außen besichtigen kann und nicht fotografieren darf, lohnt ein Abstecher zu den über 300 Jahre alten Militäranlagen.

Wenn man vom Stortorget in Richtung der Militärakademie läuft kommt man am alten, gelb gestrichenen Admirals-Turm, dem „Amiralstornet“ vorbei.

Dreifaltigkeitskirche in Karlskrona
Dreifaltigkeitskirche

Museums-Tipp Karlskrona: Marinmuseum

Ich muss zugeben, dass wir einen Besuch im Marinmuseum aus Zeitgründen leider auf unseren nächsten Schweden-Urlaub verschieben müssen.

Trotzdem soll das Marinmuseum – das Marinemuseum – sehr sehenswert sein. Die Ausstellungen gehen teilweise sogar bis auf das Jahr 1752 zurück. Und das Beste: Das Museum ist sogar kostenlos.

Bootstour durch die Schären vor Karlskrona

Die Schären sind kleine, felsige Inseln und ein Überbleibsel aus der Eiszeit. In Schweden gibt es sie vor allem in der Region Blekinge oder im Meer vor Stockholm.

Besonders gut lassen sich die Schären vom Boot aus besichtigen, vom Schiff aus hat man einen sehr guten Blick auf die Inseln. Wir wollten die Schären allerdings lieber mit dem Rad erkunden und haben das Boot nur einmal zum Übersetzten genutzt.

Fahrradtour durch die Schären

Das Wohnmobil können wir in Karlskrona sehr gut stehen lassen und stattdessen alles zu Fuß oder wie heute mit dem Rad erkunden.

Unsere Fahrradtour führte uns von Dragsö durch Karlskrona und über die größeren Schären Möcklö, Senoren und Sturkö bis nach Tjurkö und wieder zurück. Die Inseln sind mit Brücken verbunden.

Retour haben wir von Sturkö nach Senoren die Fähre genutzt, somit waren es insgesamt 65 Fahrrad-Kilometer auf meist flacher Strecke.

Auf den Blog-Beitrag vom kommenden Donnerstag freue ich mich schon jetzt. Er wird vor allem für Fans der schwedischen Schriftstellerin Astrid Lindgren spannend: unsere Reise führt nämlich weiter nach Vimmerby – meinem persönlichen Urlaubs-Highlight.
Vielleicht bin ich schon etwas zu alt, aber auch heute liebe ich die Geschichten und Charaktere von Pippi, Michel und Lotta noch genauso wie damals!

Jedenfalls verrate ich euch alle sehenswerten Orte und was man in der Region keinesfalls verpassen sollte.

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