Gas im Wohnmobil – Basiswissen Teil 1: Transport und Sicherheit

Gas ist beim Campen unverzichtbar. Aber gerade als Camping-Einsteiger hat man vielleicht etwas Respekt vor dem Umgang mit der hochentzündlichen Energiequelle. Wenn man ein paar Regeln beachtet ist die Angst aber unbegründet.

In unserer dreiteiligen Serie rund um das Thema „Basiswissen – Gas im Wohnmobil“ erfahrt ihr alles Wichtige und Wissenswerte.

Im ersten Teil der Serie geht es um die Sicherheit und den Transport von Gasflaschen. Hier gibt es immer wieder Unwissen und Gerüchte.
Dabei gibt es sehr klare gesetzliche Vorschriften.

Gas im Wohnmobil – Sicherheit und Transport

Fragen, die häufig auftreten aber klar geregelt sind:

Gibt es einen vorgeschriebenen Stauort?

Ja.

Jedes Wohnmobil hat einen Gaskasten. Der Stauort hat nicht nur praktische Gründe, ein Gaskasten ist gesetzlich vorgeschrieben und muss bestimmte Normen erfüllen:

Die Gasflaschen müssen sicher in einer Halterung verstaubar sein. Die Halterung muss mit Gurten versehen sein. Die Flaschen dürfen während der Fahrt weder verrücken noch kippen können.

Zudem muss der Gaskasten an der tieften Stelle eine über eine Belüftung verfügen. Die Lüftung muss einen Querschnitt von mindesten 10 cm haben.

Außerdem ist vorgeschrieben, dass der Gaskasten zur Wohnkabine hin absolut dicht ist, sodass kein Gas in den Wohnraum strömen kann.

Die Gasflaschen dürfen ausschließlich im Gasflaschenkasten transportiert werden und müssen während der Fahrt aufrecht stehen und gesichert sein. Außerdem ist es Pflicht, beim Transport die rote Sicherheitskappe auf die Flasche zu setzen.

Während der Fahrt: „Zu“ oder „Auf“?

Immer wieder gibt es Gerüchte, dass während der Fahrt das Gas abgedreht, gar der Gas-Schlauch von der Flasche getrennt sein muss. – Klares: NEIN!

Geräte wie Kühlschrank oder im Winter die Heizung dürfen während der Fahrt von Gas betrieben werden.

Vorgeschrieben hingegen ist, dass bei einem Unfall kein Gas austreten darf, was etwa bei einem Leitungsabriss passieren kann.

Wohnmobile, die ab 2007 gebaut wurden, verfügen alle über einen Crash-Sensor: Ein Crash Sensor ist eine automatische Sicherheitsabsperrung, die im Falle eines Unfalls automatisch abriegelt.

Wohnmobile, die vor 2007 gebaut wurden haben serienmäßig keinen Crash-Sensor. Allerdings kann er nachgerüstet werden.

In Deutschland dürfen im Übrigen gasbetriebene Geräte bei Wohnmobilen, die vor 2007 gebaut und über keinen Crash Sensor verfügen während der Fahrt laufen. Ein Verbot gibt es lediglich in Frankreich.

Gibt es eine Beschränkung, wie viele Flaschen ich transportieren darf?

Ja. In Deutschland sind maximal zwei Flaschen á 11 Kilo zugelassen.
Selbst wenn ihr also zusätzlich (eine) weitere Halterungen(en) in der Heckgarage anbringen und sogar für ausreichend Belüftung sorgen würdet, wäre die Mitnahme ab der dritten Flasche unzulässig.

Weitere Artikel der Serie:

Teil 2: „Die Wahl der passenden Gasflasche“

Teil 3: „Gasflaschen richtig anschließen, Füllstand kontrollieren“

Annalena Bauer
Annalena Bauerhttps://www.ausflugsbox.de
"In Bayern daheim - in der Welt zu Hause". Auch wenn Annalena beruflich viel und gerne weltweit unterwegs ist, gefällt es ihr "dahoam" schließlich doch am Besten. Mit "dahoam" ist allerdings nicht das heimische Wohnzimmer, sondern vielmehr Bayern und der Alpenraum gemeint. Ob zu Fuß oder mit dem Rad - Hauptsache in der Natur!

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