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Wohnmobil oder Wohnwagen?

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Wohnmobil oder Wohnwagen?

Einmal Camper, immer Camper.
Ob Zelten, Wohnmobil oder Wohnwagen – ich bin mit Camping-Urlauben aufgewachsen.

Aber Zelten?! Das war als Teenie vielleicht noch ganz cool, aber irgendwann wachsen die Ansprüche dann doch. Zumal ich meinen Mann erst zum Camper machen musste. Im Zelt haben wir nur einmal Urlaub gemacht. Damals waren wir 16 und 18 und es war unser erster und vorerst einziger Camping Urlaub.

Irgendwann packte mich dann doch wieder die Liebe zum Camping. Auch wir mussten uns mit Thema Wohnmobil oder Wohnwagen auseinander setzten. Für uns war allerdings schnell klar, dass es ein Wohnmobil werden soll.

Wer sich unklar ist, sollte sich über folgende Fragen Gedanken machen:

  • Wie verbringe ich meine Urlaube?
  • Welche Fahrzeuge darf ich mit meinem Führerschein fahren?
  • Was möchte ich ausgeben?

Das hängt in erster Linie natürlich vom Einsatzzweck, in zweiter Linie vom Führerschein und zu guter Letzt vom Budget ab.

Wohnmobil oder Wohnwagen –
der Einsatzzweck:

Verbringt man seine Urlaube gerne an einem bestimmten Ort und unternimmt lieber Tagesausflüge, ist ein Wohnwagen sicherlich die bessere Wahl. Den Wohnwagen kann man, einmal aufgebaut, auf dem Campingplatz stehen lassen und bequem mit dem PKW die Gegend erkunden. Nachdem der Wohnwagen den ganzen Tag auf dem Camping Platz stehen bleiben kann, muss vor der Abfahrt nicht alles transportsicher verstaut werden. Hinzu kommt, dass auf vielen Plätzen die Mittagsruhe einzuhalten ist, man also in dieser Zeit auch keine Motoren laufen lassen darf.

Wir hingegen lieben Rundreisen. Da ist man mit dem Wohnmobil sicherlich flexibler. Zudem lässt sich das Wohnmobil leichter fahren als ein PKW mit Anhänger.

Hinzu kommt, dass für Gespanne strengere Tempolimits gelten als für Wohnmobile. Für Wohnmobile bis 3,5 Tonnen gelten in den meisten Ländern die Tempolimits für PKWs.

Für ein Wohnmobil spricht auch, dass man nicht auf Campingplätze angewiesen ist und auch mehrer Nächte frei stehen kann.

Die Sache mit dem Führerschein…

Führerschein für Wohnwagen-Fahrer:

Einzig entscheidend ist die zulässige Gesamtmasse, also das Gewicht von Zugfahrzeug und Caravan zusammen.

Alle Besitzer des Führerscheins Klasse 3, also diejenigen, die ihren Führerschein vor 1999 gemacht haben, dürfen eine PKW-Caravan Kombination von bis zu 18,7 Tonnen fahren.
Einzige Beschränkung ist die Zulässige Anhängelast des Zugfahrzeugs, also das Gewicht, das der PKW maximal ziehen darf.

Seit 1999 gibt es den Führerschein der Klasse B. Inhaber dieses Führerscheins dürfen eine Kombination von bis zu 3,5 Tonnen fahren.

Seit dem 19.01.2013 gibt es die Möglichkeit, den Führerschein der Klasse B durch eine Schulung auf die Klasse B96 zu erweitern. Die Klasse B96 berechtigt zum Fahren einer PKW-Caravan Kombination von bis zu 4,25 Tonnen Gesamtmasse.

Die Schulung dauert einen Tag und kann bei einer Fahrschule absolviert werden. Sie gliedert sich in einen Theorieteil von 2,5 Stunden, einen Praxisteil von 3,5 Stunden sowie einer einstündigen Fahrt durch den Straßenverkehr. Ausgestellt wird die Teilnahmebestätigung von der Fahrschule. Eine Prüfung ist nicht notwendig.

Je nach Region kostet die eintägige Schulung ca. 200 €. Die Umschreibung des Führerscheins kostet noch einmal ca. 250 Euro.

Führerschein für Wohnmobil-Fahrer:

Für Wohnmobile bis 3,5 Tonnen gibt es keine Einschränkungen.
Fahrer, die Ihren Führerschein vor 1999 erworben haben, dürfen Fahrzeuge mit einem zulässiges Gesamtgewicht von bis zu 7,5 Tonnen fahren.

Die Führerscheinerweiterung „LKW-Zulassung der Klasse C1“ brauchen alle, die Ihren Führerschein nach 1999 erworben haben. Dieser berechtigt zum Fahren von Fahrzeugen bis 7,5 Tonnen, plus einem Anhänger von bis zu 750 kg Gesamtgewicht.

Wohnmobil oder Wohnwagen –
Das Budget im Auge behalten

Um es kurz zu machen: der Wohnwagen die deutlich günstigere Alternative.

Der durchschnittliche Neupreis für ein Wohnmobil ist ca. drei Mal so hoch wie der eines Wohnwagens.
Auch die Unterhaltskosten eines Wohnwagens sind geringer.
Nicht außer Acht gelassen werden darf allerdings, dass es einen geeigneten PKW und ggf. eine Führerscheinerweiterung für einen Wohnwagen benötigt.

Wohnmobil – Die Alternative zum eigenen

… ist natürlich, eines zu mieten. Welche Vor- und Nachteile es hat ein Wohnmobil zu mieten erfahrt im Artikel „Wohnmobil mieten oder kaufen“.

 

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"In Bayern daheim - in der Welt zu Hause". Auch wenn Annalena beruflich viel und gerne weltweit unterwegs ist, gefällt es ihr "dahoam" schließlich doch am Besten. Mit "dahoam" ist allerdings nicht das heimische Wohnzimmer, sondern vielmehr Bayern und der Alpenraum gemeint. Ob zu Fuß oder mit dem Rad - Hauptsache in der Natur!

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