Bled und Ljubljana – Wohnmobil-Reise durch Slowenien

Tag 5: Bled und der Bleder See

In den letzten Tagen haben wir bereits einige Highlights von Slowenien bzw. vom Triglav-Nationalpark gesehen. Für uns ist es nun Zeit, den Campingplatz Camp Spik zu verlassen und weiter in Richtung Bled zu ziehen.

Unser Reiseführer, den wir für den Slowenien-Urlaub gekauft haben, ist ganz schön dick und umfangreich. Es gibt noch einiges, das wir uns in den zwei Wochen gerne ansehen möchten.

Unter anderem den Bleder See.

Wenn man nämlich ein Bild von Slowenien vor Augen hat, dann sicherlich das mit der kleinen Insel im See auf der eine Kirche steht, sprich die Postkartenidylle vom Bleder-See.

Bleder See

Bled mit dem Wohnmobil

In Bled gibt es zwei Campingplätze. Der eine, „Camping Bled“, befindet sich am Westufer des Sees, der andere, „Camping Sobec“, gut drei Kilometer außerhalb. Aufgrund der besseren Kritiken haben wir uns für den Platz Sobec in Lesce entschieden. Eine gute Wahl, wie sich später noch herausstellte.

Am Abend haben wir uns noch kurz auf die Räder gesetzt und sind „rauf“, ja in der Tat „rauf“ zum Bleder See geradelt. Der Fahrrad- und Fußweg führt direkt am Campingplatz vorbei. Mit dem Rad braucht man etwa 20 Minuten nach Bled. Wenn man zu Fuß nach Bled laufen würde, wären es etwa 45 Minuten.

Nachdem der Bleder See nicht groß ist, drehen wir gleich noch eine Runde um den See. Die Insel und die Burg haben wir dabei stets im Blick.

Der See von Bled ist auf jeden Fall einen Besuch wert und sollte in keinem Slowenien Urlaub fehlen. Wir waren trotzdem froh darüber, dass wir uns für den Camping-Platz etwas außerhalb entschieden haben. In Bled selbst ist es aufgrund des vielen Verkehrs recht laut und es herrscht ein hektisches Treiben mit Besuchern aus der ganzen Welt. Zudem war der See unten völlig überlaufen und nahezu ausgebucht.

Fazit: der Bleder See liegt malerisch schön, eine Tour um den See macht Spaß, uns persönlich war Bled zu hektisch.

Unbedingt kosten sollten man allerdings die bekannte und viel umworbene „Original Bleder Sahneschnitte“. Wir werden sie morgen einmal testen.

 

Tag 6: Faulenzen!

Füße hochlegen, lesen, entspannen.

Eigentlich standen für heute ein Besuch des Bleder Schlosses und die beiden Aussichtspunkte Ojstrica und Mala Osojnica auf dem Plan. Die Aussichtspunkte liegen am Süd-Westufer des Sees und sind durch einen Rundweg miteinander verbunden.

Allerdings hat es heute über 30 Grad Celsius. Wir haben einen traumhaften Stellplatz direkt am See des Campingplatzes. Also haben wir kurzer Hand beschlossen, den heutigen Tag am Platz zu verbringen.

Wir genießen…

… es, einfach mal auszuschlafen
… das traumhafte Wetter (heute ist es richtig heiß!)
… unseren schönen Stellplatz direkt am See
… die Abkühlung im See (ja, ich war das erste Mal seit über 10 Jahren in einem See!)
… ein Stück „Original Bleder Sahneschnitte“ (ja, die ist echt gut!)
… es, die Füße hochlegen 😉

 

Tag 7: Ljubljana

Heute verlassen wir – wie bereits vorhergesagt – bei strömendem Regen unseren schönen Stellplatz und ziehen weiter in die Hauptstadt. Von Bled nach Ljubljana fährt man etwa eine Stunde.

Mit gerade einmal 287.000 Einwohnern ist Ljubljana eine sehr überschaubare (Haupt-)stadt.

Malerisch zieht sich der Fluss Lubljanica durch die Altstadt. Gesäumt ist er von zahlreichen Cafés und Restaurants.

Hoch oben auf dem Berg thront die Burg.

Ljubljana mit dem Wohnmobil

Wir haben uns für eine Nacht auf dem Wohnmobil-Stellplatz „Camper Stop Vrbink“ eingemietet. Mit Parkmöglichkeiten sieht es in Zentrumsnähe schlecht aus. Möchte man mit dem Wohnmobil parken, ist der Stellplatz die wohl zentralste Möglichkeit.

Eigentlich wäre es perfekt, mit den Fahrrädern in die Innenstadt zu radeln. Alle Sehenswürdigkeiten liegen nahe beieinander. Allerdings spielt das Wetter heute nicht mit. Wir haben zum ersten Mal im Urlaub Regen.

Also machen wir uns zu Fuß auf den Weg. Zunächst geht es durch die recht ländlich anmutenden Vororte. Später führt der Weg entlang der Ljubljanica direkt ins Zentrum.

Vom Stellplatz aus läuft man etwa eine Stunde bis zur Touristinfo, die sich an den „Drei Brücken“ befindet.

Hier, auf dem Prešerenplatz, haben wir mit den besagten Drei Brücken, der Franziskanerkirche (bzw. auch Mariä-Verkündigung-Kirche genannt) und der Bronze des Nationaldichters France Prešeren schon die ersten Sehenswürdigkeiten.

Bevor wir der Burg einen Besuch abstatten, kommen wir zwangsläufig am Marktplatz mit seinen Obst- und Gemüseständen vorbei. Wir gönnen uns ein Schälchen mit frischen Erdbeeren und schlendern in Richtung Burg.

Der Obst und Gemüsemarkt von Ljubljana

Auf den Burg-Berg kommt man entweder zu Fuß oder mit der Standseilbahn (2,40 pro Person). Wir nehmen die Seilbahn. Oben angekommen hat man einen schönen Blick auf die Stadt und das Umland.

Nachdem es inzwischen schon Nachmittag ist und wir bisher von Ljubljana noch nicht allzu viel gesehen haben, haben wir uns gegen einen ausführlichen Besuch der Burganlage entschieden. Ob es sich lohnt, kann ich daher nicht sagen.

Als nächstes geht es zu Fuß den Hügel wieder zurück in die Stadt. Als wir unten ankommen, treffen wir auf eine schöne Gasse, die direkt wieder ins Zentrum zurück führt.

Nach kurzer Zeit kommen wir an einem Platz mit einem Brunnen vorbei, der sehr an eine italienische Piazza erinnert. Es ist der Platz vor dem Rathaus. Hier halten wir uns links und stoßen nach einigen Metern wieder auf die Drei Brücken.

Die „Piazza von Ljubljana“, im Hintergrund der Dom St. Nikolaus

Nun geht es auf der anderen Seite der Ljubljanica entlang, bis wir auf die Brücke mit dem Stadtsymbol Ljbuljanas, den Drachen, stoßen. Die Drachenbrücke muss man bei einem Besuch in der Stadt unbedingt gesehen haben.

Das Wahrzeichen der Stadt – der Drache. Neben der Burg ist auch er im Stadtwappen abgebildet.

So langsam wird es Zeit, etwas zu Essen. Die vielen Cafés und Restaurants entlang der Ljubljanica bieten alles was das Herz begehrt, Pizza, Pasta, Burger, japanische Udon-Nudelsuppe, … etwas landestypisches zu finden ist hingegen schon etwas schwieriger. Fündig werden schließlich im Restaurant Most in der Nähe der Drachenbrücke. Das Restaurant ist zwar etwas hochpreisiger, dafür wird alles frisch zubereitet. Auch der Service war sehr gut!

Eigentlich sind wir echt satt, aber: Eis geht immer!
Und Eis, das können die Slowenen tatsächlich mindestens so gut wie die Italiener!

Also, gibt es für jeden noch eine Kugel als Wegzehrung und wir machen uns auf den Weg zurück zum Stellplatz.

Eine Besonderheit, die wir zwar nicht genutzt haben, die ich aber trotzdem eine tolle Idee finde, muss ich aber noch erwähnen: In Ljubljana hat´s noch richtige Kavaliere!

So heißen nämlich die kleinen, elektrisch Betriebenen Busse, die Touristen durch die Stadt fahren. Das sogar gratis!

Kavalier
Ein slowenischer Kavalier – Die gratis City-Taxen in Ljubljana

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Annalena Bauer
Annalena Bauerhttps://www.ausflugsbox.de
"In Bayern daheim - in der Welt zu Hause". Auch wenn Annalena beruflich viel und gerne weltweit unterwegs ist, gefällt es ihr "dahoam" schließlich doch am Besten. Mit "dahoam" ist allerdings nicht das heimische Wohnzimmer, sondern vielmehr Bayern und der Alpenraum gemeint. Ob zu Fuß oder mit dem Rad - Hauptsache in der Natur!

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