Der Fiat Ducato wurde ursprünglich als Kleintransporter konzipiert. Heute ist er das mit Abstand am häufigsten verwendete Basisfahrzeug für Wohnmobile.
Die Geschichte des Ducato
Der Startschuss für den Fiat Ducato viel bereits im Jahr 1978. Damals schlossen sich der italienische Fiat Konzern und die französische PSA Group zusammen und gründeten gemeinsam die Gesellschaft Sevel Sud. „(Società Europea Veicoli Leggeri S.p.A.“ zu Deutsch „Europäische Gesellschaft für leichte Nutzfahrzeuge“). Ihr Ziel war es, gemeinsam einen neuen Transporter zu konstruieren. An der Gesellschaft waren insgesamt fünf Automobilhersteller beteiligt:
Aus dem Fiat Konzern:
- Fiat: Ducato
- Alfa Romeo (AR6, produziert bis 1989)
Aus dem PSA Konzern:
- Peugeot: J5 (seit 1994 unter dem Namen „Boxer“)
- Citroën:C25 (seit 1994 unter dem Namen „Jumper“)
- Talbot (Express, produziert bis 1993)
Beide Konzerne beteiligten sich zu 50 Prozent an der neuen Gesellschaft.
Das Werk in dem alle Firmen gemeinsam produzieren, liegt im italienischen Val di Sangro. Am 23. Oktober 1981 rollt dort der erste Ducato in den vom Band.
Die Karosserie der drei Hersteller ist seit Beginn die Selbe. Lediglich die Motoren unterschieden sich in der ersten Baureihe noch voneinander. Diese Ära ging bis Anfang der 1990er Jahr.
Schon bald wurden die erhofften Verkaufszahlen der Gesellschaft nicht nur erreicht, sondern sogar um Längen übertroffen. Waren sie ursprünglich auf 80.000 Fahrzeuge im Jahr ausgelegt, liegen die heutigen Zahlen bei über 200.000 Stück pro Jahr. Über die Hälfte davon sind Fiat Ducati. Im Jahr 2013 betrug die Zahl der Ducati 133.000 Stück.
Fiat setzte in der ersten Generation auf den leistungsstärksten Motor. Das ist ein Grund dafür, dass der Fiat Ducato das mit Abstand beliebteste Modell ist. Ein weiterer Grund ist, dass sich die Hersteller die Märkte zu Beginn aufteilten. Sowohl Italien als auch Deutschland – zwei große Märkte – wurden von Fiat bedient.
Was den Ducato so beliebt macht
Der Fiat Ducato ist günstig im Preis. Dabei ist die Technik äußerst durchdacht und trotzdem relativ simpel. Zudem sind die Fahrzeuge wartungsarm und wenig reparaturanfällig.
Sollte doch eine Reparatur notwendig sein, verfügt Fiat europaweit über ein enges Netz an Werkstätten. Die Ersatzteile sind bei allen Modellen (Ducato, Boxer und Jumper) die selben.
Der Fiat Ducato und die Wohnmobilbranche
Den europäischen Wohnmobil-Markt beherrscht klar Fiat. Sein Anteil am Basisfahrzeug-Markt liegt bei rund 75%(!).
1982 waren die Wohnmobil-Hersteller Dethleffs, Weinsberg und Heku die ersten, die auf den Fiat Ducato als Basismodell setzten. Auch Fiat erkannte schnell das Potenzial und stellte sich auf die besonderen Bedürfnisse der Wohnmobil Branche ein. Die Ingenieure bei der Seiten (Fiat und der Wohnmobil-Industrie) arbeiten eng zusammen.
Für die Wohnmobilhersteller ist der Ducato in sechs Längen und mit fünf Radständen erhältlich. Kunden haben die Wahl zwischen vier Motoren.
Heute sind über eine halbe Million Wohnmobile auf Basis des Ducato aufgebaut.




